Wohin mit der benutzten Stomaversorgung?!

Stomabeutel sowie die gebrauchten Reinigungsmaterialien gehören in den Entsorgungsbeutel, diesen zuknoten und ab in den Hausmüll. Viele Versorger bieten hierfür kostenlose blickdichte Müllbeutel an. Der Hersteller Coloplast legt seinen Produkten sogar einige Beutel bei. Sollte das nicht der Fall sein, frag einfach einmal nach. Eine Übersicht der Hygienebeutel findest du hier
Auch Hundekotbeutel sind eine kostengüstige Variante und eignen sich gut für unterwegs.

Aber das stinkt doch!
Wichtig! die Beutel sollten leer sein, bevor sie im Müll landen, so entgeht man am effektivsten den unangenehmen Gerüchen und minimiert das Müllvolumen beachtlich! Auch als Kolostomaträger sollte man Ausstreifbeutel nutzen! Falls es mal zu fest ist und sich schlecht ausstreifen lässt, hilft eine ausgediente Trinkflasche mit Wasser zum Spülen.
Windeleimer haben sich als geruchsbindende Zwischenstation bewährt, ebenso parfümierte Abfallbeutel.
Das Anzünden eines Streichholz neutralisiert den Geruch, ebenso wie Raumspray – beides kann man mitnehmen, wenn man unterwegs ist.

Ausstreifbeutel sauber entleeren indem man sich auf die Toilette setzt und den Beutel zwischen den gespreizten Beinen ausstreift.
Beim Leeren spritzt es doch eigentlich immer, was sehr unangenehm für’s WC und mitunter auch für einen selbst werden kann. Vermeiden kann man das Spritzen wenn man vorher Toilettenpapier in die Toilette wirft und dann darauf den Inhalt entleert. Eine andere Variante ist das Knien vor der Toilettenschüssel, so ist man dichter am Wasser, die Fallhöhe somit geringer und  ergo spritzt es kaum.
Die letzte, etwas sportlichere Möglichkeit, ist das verkehrt herum auf die Toilette setzen (also mit dem Gesicht zur Wand), weil da der Stuhl nicht direkt ins Wasserloch fällt.

Die endgültige Entsorgung von Stomamaterialien (Versorgung, Kompressen, Zellstoffunterlagen etc.) kann eine Herausforderung darstellen, da dieser Abfall ein hohes Volumen hat, man ihn geruchsdicht lagern und auch möglichst kostengünstig entsorgen möchte.
Viele Entsorgungsbetriebe bieten gegen Vorlage eines ärztlichen Attests spezielle Bedingungen zur Entsorgung von Inkontinenzabfällen an. Daher empfehlen wir Ihnen, diese Möglichkeiten gezielt bei Ihrem örtlichen Versorger zu erfragen.


Ahhhhhhhhhhhhh – Blut!
Früher oder Später trifft es wohl jeden Ileostomieträger einmal: beim Leeren des Stomabeutels ist der Stuhl Blutrot, vielleicht färbt sich sogar das Toilettenwasser rot. Aber keine Panik, solange man keine Schmerzen hat und man sich sonst wohl fühlt ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein Blut im Spiel. Man sollte sich eher mal überlegen, was man in den letzten 12 Stunden alles gegessen hat. Manche Nahrungsmittel wie z.B. Rote Beete verfärben den Stuhl Blutrot. Ähnliche Effekte kenne ich von manchen Energy-Drinks. Einige färben den Stuhl dunkelgrün oder blau. Eigentlich ’ne spaßige Sache um Ärzte zu erschrecken („Schauen Sie sich doch bitte mal meine Stuhlprobe genauer an, der Stuhl ist ganz blau …“ 😉