Es gibt keinen Grund, warum ein Stoma jemanden davon abhalten sollte, überall in der Welt zu reisen. Viele Stomaträger, insbesondere kurz nach der Operation, stecken voller Probleme, welche selbst bei der kürzesten Reise Stress verursachen. Die Furcht, bei Bedarf keine sauberen sanitären Einrichtungen vorzufinden, keine Hilfsmittel zur Verfügung zu haben oder diese falsch anzubringen oder sogar nicht im eigenen Schlafzimmer zu übernachten, wo alles vertraut ist, kann eine Sorge sein. Die beste Art, mit diesen Befürchtungen umzugehen, ist die Vorausplanung. Wenn alle eventuellen Missgeschicke abgeklärt sind, braucht man sich darüber keine Sorgen mehr zu machen. Ganz gleich wo, wann oder wie man eine Reise unternimmt – man soll sich vorbereiten.  (Text bei Hollister gemopst)

Flugreisen mit Stoma

  1. Immer mehr Versorgung mitnehmen als man zuhause benötigen würde .
    Durch fremde Küche ,Temperaturwechsel oder häufiges schwimmen kann es sein das schon mal ein Plattenwechsel früher als gewohnt vorgenommen werden muss.
  2. Die komplette Versorgung ins Handgepäck !!!! Nicht in den Koffer! Sollte mal der Koffer nicht gleichzeitig ankommen oder gar verloren gehen. Fängt der Urlaub schon mit Stress an. Je nach Land ist es auch nur schwer seine Versorgung zubekommen.
  3. Scheren nicht ins Handgepäck! Je nach Versorgungssystem einfach einige Platten vorschneiden. Pasten und Cremes am besten in einen Klarsicht Beutel.
    • Das normale Handgepäcks Gewicht ( liegt je nach Airline zwischen 6 und 8 Kilo ) reicht eigentlich schon aus ,alles zu verstauen.
    • Mit den Besitz eines Schwerbehinderten Ausweises kann man aber mehr Handgepäck beantragen und sogar eine kostenlose Sitzplatz Reservierung in Anspruch nehmen.
    • Da gibt es keine einheitliche Regelung. Dazu mit der jeweiligen Airline in Kontakt treten. ( Manchmal wird auch ein ärztliches Attest verlangt )
  4. Sicherheitskontrolle
    • Vor der Sicherheitskontrolle empfiehlt es sich den Beutel nochmal zu leeren. Bei einem evtl. Körper abtasten ist dies viel angenehmer und verhindert unnötige Fragen. An vielen Flughäfen gibt es bereits die Körper Scanner. Dann sehen die Beamten sofort das man Stomaträger ist. (die meisten Beamten sind zu dem Thema geschult und kennen sich aus )
    • Für die Flughäfen im Ausland  ist es sehr hilfreich sich eine Hilfsmittelpass zu besorgen .
      Darin steht in vielen Sprachen warum man die mitgeführten Artikel benötigt.

    • Bei der Mitnahme medizinischer Geräte, wie z.B. Spritzbesteck, Inhaliergeräte, orthopädische Hilfsmittel, Insulin-Pens, Blutdruckmessgerät, etc., ist es ratsam ein offizielles Dokument mitzuführen (z.B. durch den Hausarzt ausgestellt und abgestempelt), dass in englisch oder der am Urlaubsort vorherrschenden Sprache den Verwendungszweck und die Notwendigkeit des Gerätes für den Fall einer Zollkontrolle deklariert.
    • Reise – Zertifikat Beuteltiere  & engl
    •  Stoma-Wörterbuch (eigentlich ein dünnes Faltblatt ) der ILCO enthält 103 Begriffe in 18 Sprachen

Sollte es trotz aller Vorbereitung evtl. zu auftretenden Fragen, dem Abtasten der Stelle wo das Stoma sitzt oder Öffnen des Handgepäcks kommen, empfielt sich ein kooperatives Mitarbeiten, da es sich letztlich um die Sicherheit aller handelt.

Dies klingt alles sehr aufwendig und kompliziert.
Ist es aber nicht.?

Gute Reise ✈️