Bereits eine Schwangerschaft, ohne gesundheitliche Beeinträchtigung, birgt gewisse Risiken. Durch eine Schwangerschaft mit Morbus Crohn/ Colitis Ulcerosa nimmt das Risiko eines erneuten Kranheitsschub zu.

Es gibt viele Fragen, die man sich stellt, schon bevor man überhaupt ein Kind in sich trägt. Auch ich habe mich vor und während meiner Schwangerschaft mit dem Thema beschäftigt und für mich Antworten gefunden. Im Folgenden habe ich ein paar Fakten zusammengetragen, die euch vielleicht weiterhelfen.

Darf ich mit Morbus Crohn/ Colitis Ulcerosa überhaupt schwanger werden?

Eine Erkrankung mit Morbus Crohn oder eine Colitis Ulcerosa sind kein Argument gegen eine Schwangerschaft. Wichtig ist eine adäquate Schubprophylaxe, um das Risiko von Früh- und Fehlgeburten zu senken.

Die Schwangerschaft sollte zu einem Zeitpunkt beginnen, in der die Erkrankung nicht oder nur gering aktiv ist. Dann ist damit zu rechnen, dass sie ohne zusätzliche Probleme verläuft. Das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten und Missbildungen entspricht bei Schwangerschaften in einer nicht aktiven Krankheitsphase dem gesunder Mütter. In der schubfreien Zeit ist in der Regel darüber hinaus die Fruchtbarkeit der Frau bzw. die Zeugungsfähigkeit des Mannes nicht beeinträchtigt.

Mit welchen Medikamenten chronisch-entzündliche Darmerkrankungen während der Schwangerschaft behandelt werden können, sollte sehr genau im Gespräch mit dem behandelnden Arzt geklärt werden. Viele Patientinnen möchten bereits vor oder während der Schwangerschaft alle Medikamente absetzen. Da jedoch dann das Risiko eines neuen Schubs die Folge sein kann, muss dies sehr gut abgewogen werden. Schließlich hat die Krankheitsaktivität einen großen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf.

Quellen: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/magen_darm/chronische_darmentzuendungen/article/553438/crohncolitis-arzneien-trotz-schwangerschaft.html

https://www.embryotox.de/

Ich bin bewusst mit meinem Morbus Crohn und der Einnahme des Medikaments Remicade schwanger geworden, denn nur so konnte ich Schubfreiheit garantieren. Wir (mein Mann & ich) haben uns stark mit dem Thema befasst und viel darüber geredet, über ALLE Möglichkeiten.

Kann ich mit einem Morbus Crohn/ einer Colitis Ulcerosa normal entbinden?

Frauen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung können in den meisten Fällen ganz normal entbinden. Einzig Komplikationen, wie z. B. Fisteln bei Morbus Crohn oder ein Pouch bei Colitis ulcerosa, können bei der Geburt für einen Kaiserschnitt sprechen.

Meine Entbindung verlief zu früh und viel zu schnell. Ich weiß nicht woran es lag, vielleicht an den Mediekamenten, am Knirps, der unbedingt auf die Welt wollte, oder dem 1000km quer durch Deutschland geschaukle in der deutschen Bahn. Eigentlich wollte ich einen Kaiserschnitt…aus Angst der Darm würde dem Druck bei der Geburt nicht standhalten, aber der Knirps kam 4 Tage vor dem Beratungsgespräch!

Darf ich mit einer CED Stillen?

Das Stillen ist in der Regel auch mit Morbus Crohn oder eine Colitis Ulcerosa möglich. Ausnahmefälle bestehen bei der Einnahme bestimmter Medikamente. In der Vergangenheit haben Beobachtungen gezeigt, dass gestillte Kinder im allgemeinen und bei Elternteile, die unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden, ein geringeres Erkrankungrisiko aufweisen als nicht gestillte Kinder. In der Zeit nach der Geburt kommt es überdurchschnittlich häufig zu einem neuen Schub. Dies kann mit der hormonellen Umstellung zusammenhängen oder auch mit emotionalen Faktoren.

Ich habe es geschafft ganze 3 Monate mein Kind die Brust zu geben, dann bekam ich einen heftigen Schub und hatte nicht mehr genügend Milch.

Sind CED vererbbar?

Die familiäre Häufung der Erkrankung sowie Ergebnisse aus Zwillingsstudien legen genetische Faktoren schon seit längerem als eine der Ursachen der Erkrankung nahe. Mittlerweile sind der Wissenschaft mindestens 70 genetische Veränderungen bekannt, die mit einem erhöhtem Krankheitrisiko einhergehen – z.B. das NOD2-Eiweiß. Genetische Faktoren dürften im Vergleich zu Colitis Ulcerosa eine wichtigere Rolle spielen, wenn auch bei Morbus Crohn die Rate der Vererbung unter 10 Prozent liegen dürfte. Dies deutet auf zusätzliche, nicht-genetische Faktoren in der Entstehung der Krankheit hin.

http://www.netdoktor.at/krankheit/morbus-crohn-7386

http://dasgastroenterologieportal.de/FAQ_44.html

http://www.drfalkpharma.de/uploads/tx_tocfpshoperw/S82_03.pdf

Bei Facebook existiert eine Gruppe ausschließlich für dieses Thema:

Schwangerschaft mit Stoma und/oder CED

Schwangerschaft mit Stoma und/oder CED